
Triggerpunkttherapie
Triggerpunkttherapie
Durch akute oder chronische Überlastung bilden sich in unseren Muskelfasern Zonen, die sich krankhaft verändern. Es entstehen Muskelfunktionsstörungen und Muskelverhärtungen, die Schmerzen verursachen können – häufig sogar in entfernten Körperregionen. Verantwortlich hierfür sind sogenannte myofasziale Triggerpunkte. Durch die gezielte Triggerpunkttherapie können diese krankhaften Veränderungen in der Muskulatur nachhaltig beseitigt werden.
Was sind Triggerpunkte?
Triggerpunkte sind eng begrenzte, hochempfindliche Stellen innerhalb eines verspannten Muskelstrangs. Sie fühlen sich oft wie kleine Knoten an und reagieren auf Druck mit ausstrahlendem Schmerz. Ein Triggerpunkt im Schulterbereich kann beispielsweise Kopfschmerzen oder Beschwerden im Arm auslösen – die eigentliche Ursache wird so oft übersehen.
Wie läuft die Behandlung ab?
Nach einer kurzen Anamnese werden die betroffenen Triggerpunkte durch gezielten manuellen Druck behandelt. Durch die Kombination aus statischem Druck, ischämischer Kompression und leichter Dehnung wird die verkrampfte Muskelfaser zur Entspannung gebracht. Die Durchblutung verbessert sich, Stoffwechselprodukte werden abtransportiert und der Schmerz lässt nach.
Wann ist Triggerpunkttherapie sinnvoll?
Besonders bei chronischen Beschwerden, die mit klassischer Massage nicht ausreichend gelindert werden konnten, ist die Triggerpunkttherapie eine wirkungsvolle Methode. Auch bei berufsbedingten Fehlhaltungen, Sportverletzungen oder unklaren ausstrahlenden Schmerzen lohnt sich eine gezielte Behandlung.
Mehr zur Triggerpunkttherapie und zur Terminbuchung finden Sie auf der ausführlichen Unterseite Triggerpunkttherapie
Anwendungsgebiete:
- Verringerung / Beseitigung von myofaszialem Schmerz
- Wiederherstellung der physiologischen Funktion von Muskeln und Bindegewebe
- Behandlung von Spannungskopfschmerzen und Migräne
- Linderung chronischer Rücken-, Nacken- und Schulterbeschwerden
- Verbesserung der Blut- und Lymphzirkulation
- Reflektorische Beeinflussung innerer Organe
- Verbesserung von Haltungs- und Bewegungsmustern
- Positive Wirkung auf Stress und emotionale Anspannung, die zu erhöhter Muskelspannung führen können
Klassische Massage
Klassische Massage in Zürich
Die „Kunst der Berührung“, wie die Massage auch genannt wird, gehört zu den Behandlungsformen, die dem Menschen Kraft und Vitalität zurückgeben. Die klassische Massage – auch als schwedische Massage bekannt – zählt zu den am besten erforschten und wirksamsten manuellen Therapieformen und wird gezielt eingesetzt, um Verspannungen zu lösen, die Durchblutung zu fördern und muskuläre Beschwerden nachhaltig zu lindern.
Die Grifftechniken Die klassische Massage umfasst Streichungen (Effleurage), Knetungen (Petrissage), Reibungen (Friktion), Klopfungen (Tapotement) und Vibrationen. Diese Techniken nehmen Einfluss auf die Muskulatur und oberflächliche Gewebsschichten und werden individuell auf Ihren Körper und Ihre Beschwerden abgestimmt.
Die Wirkung:
- Verbesserte Durchblutung der Muskulatur
- Anregung des Stoffwechsels und Abtransport von Stoffwechselprodukten
- Lockerung, Dehnung und Entspannung verhärteter Muskulatur
- Schmerzlinderung durch verbesserte Sauerstoffzufuhr
- Beruhigende Wirkung auf das Nervensystem
- Stressabbau und Verbesserung der Schlafqualität
Klassische Massage als Prävention
Bei berufs- oder haltungsbedingten einseitigen Belastungen eignet sich die klassische Massage hervorragend als prophylaktische Maßnahme – sie beugt der Chronifizierung von Beschwerden vor und erhält die Beweglichkeit langfristig.
Anwendungsgebiete
Wann hilft die klassische Massage?
- Erkrankungen des Bewegungsapparates mit Verspannungen
- Schmerzhafte Verspannungen im Nacken-, Schulter- und Rückenbereich
- Einseitige Belastungen im Beruf (z.B. Bürotätigkeit)
- Nachbehandlung von Muskelverletzungen
- Vor- und Nachbereitung sportlicher Aktivitäten
- Stressbedingte muskuläre Beschwerden
- Verspannungsbedingte Kopfschmerzen
Schwangerschaftsmassage
Schwangerschaftsmassage in Zürich
Eine Schwangerschaftsmassage kann dazu beitragen, durch verschiedene manuelle Techniken das Wohlbefinden zu stärken, Verspannungen zu lösen und Beschwerden zu lindern. Die Behandlung wird ab der 12. Schwangerschaftswoche angeboten und kann bis zum Ende der Schwangerschaft durchgeführt werden.
Vorteile Schwangerschaftsmassage
- Linderung von Ischias-, Lenden- oder Rippenschmerzen
- Verbesserung der Blutzirkulation
- Unterstützung des Immun- und Lymphsystems
- Linderung von Muskelkrämpfen
- Verringerung von Ödemen und Gewebestauungen
- Reduzierung von Stress und Angstzuständen
- Verbesserung der Schlafqualität
Was genau ist eine Schwangerschaftsmassage?
Eine Schwangerschaft gehört zu den schönsten Dingen, die eine Frau erleben kann. Der eigene Körper ist etwa 40 Wochen dabei, ein neues Menschenleben zu versorgen – das geht mit gewissen körperlichen Veränderungen einher, die unter Umständen auch zu Beschwerden führen können. Diese können unter anderem folgende sein:
- Rückenschmerzen
- Muskelverspannungen
- Kopfschmerzen
- Wassereinlagerungen
- Verstopfung
Die Schwangerschaftsmassage bietet werdenden Müttern die Möglichkeit, den Körper in dieser besonderen Zeit zu unterstützen und die Mutter und das Ungeborene zu entspannen. Denn die Schwangerschaftsmassage ist eine spezielle Form der Massage, welche verschiedene Techniken vereint. So finden sich Teilbereiche aus der Lymphdrainage, der klassischen Massage, der Triggerpunkt-Behandlung oder auch Elemente der traditionellen chinesischen Medizin in der Schwangerschaftsmassage wieder. Dabei wird stets auf die individuellen Bedürfnisse der schwangeren Frau eingegangen.
Warum wird die Schwangerschaftsmassage angewendet?
Die Massagetherapie wirkt sich auf werdende Mütter positiv aus, unabhängig davon, ob sie unter Schwangerschaftsbeschwerden leiden oder nicht. Die durch die Schwangerschaftsmassage bewirkte ganzheitliche Entspannung fördert die Erholung. So werden die Müdigkeit und der Stress, die eine schwangere Frau empfinden kann, deutlich verringert, insbesondere im zweiten und dritten Trimester.
Außerdem ist die Behandlung für werdende Mütter eine gute Möglichkeit, mit ihrem Körper in Kontakt zu treten und sich in ihrer Haut wohlzufühlen. So kann die werdende Mutter nicht nur die körperlichen Veränderungen, die mit der Schwangerschaft einhergehen, bewältigen, sondern auch der Geburt gelassener entgegensehen.
Wann und wie wird die Schwangerschaftsmassage durchgeführt?
Die Behandlung wird ab der 12. Schwangerschaftswoche angeboten und kann bei einem normalen Schwangerschaftsverlauf bis zum Ende der Schwangerschaft durchgeführt werden. Dadurch, dass die in der Schwangerschaft ausgeschütteten Hormone das Gewebe des Körpers lockern, verlieren der Bandapparat und die Gelenke an Stabilität. Aus diesem Grund ist eine stabile, sichere und angenehme Lagerung der schwangeren Frau sehr wichtig, weshalb die Schwangerschaftsmassage meist in Seitenlage erfolgt.
Während der Behandlung kann der ganze Körper massiert werden: Je nach Beschwerdebild kommen unterschiedliche Massagegriffe zur Anwendung.
Welche Vorteile bietet die Schwangerschaftsmassage?
Viele Beschwerden, die in dieser besonderen Zeit auftreten, können durch verschiedene manuelle Therapien gelindert werden. So kann eine Schwangerschaftsmassage im zweiten sowie dritten Semester auftretende Rücken- und Nackenschmerzen reduzieren. Unter anderem wird die Durchblutung der Muskeln und des Bindegewebes angeregt, wodurch Verspannungen gelöst werden. Bei Wassereinlagerungen oder Verdauungsproblemen schaffen Fußreflexzonenmassagen Linderung. Aber auch werdende Mütter, die von all diesen Beschwerden verschont bleiben, profitieren von der Schwangerschaftsmassage: Die Behandlung entspannt die schwangere Frau und sorgt somit für Wohlbefinden für die Mutter und das ungeborene Kind. Im Folgenden werden die Vorteile der Schwangerschaftsmassage genauer aufgeführt:
Bewegungsapparat
Das Körpergewebe lockert sich durch die hormonellen Veränderungen. Dadurch ist die Stabilität der Wirbelsäule sowie der Beckenstruktur verringert, was nicht selten zu Schmerzen in der Symphyse beziehungsweise im Iliosakralgelenk führt. Denn der Körper versucht mit vermehrten Muskeleinsatz diese Instabilität auszugleichen. Die Folge: schmerzhafte Verspannungen. Auch der zunehmende Brustumfang kann Verspannungen im Schulter-Nackenbereich oder Spannungskopfschmerzen auslösen.
Die gezielte Behandlung der betroffenen Regionen macht Fehlhaltungen bewusst und reduziert Muskelschmerzen. Zudem hilft die Massage dabei, einer Chronifizierung der Beschwerden vorzubeugen.
Gastrointestinaltrakt
Häufig sind Schwangere von Verstopfung, Sodbrennen und Blähungen betroffen. Das liegt an der entspannten glatten Muskulatur im ganzen Körper. Die Schwangerschaftsmassage verbessert nicht nur die Durchblutung, sondern fördert auch den Stoffwechsel. Eine Fußreflexzonenmassage eignet sich besonders bei Verstopfung, da sie die Verdauung anregt.
Die Reflexzonen für den Uterus, sowie die Akkupunkturpunkte LE3 und BL67 werden vorsichtshalber ausgelassen. Doch selbst bei einer gezielten Massage dieser Punkte, würden diese sich nur bei latenter Wehenbereitschaft geburtseinleitend auswirken können.
Herzkreislaufsystem
Während der Schwangerschaft erhöht sich das Blutvolumen sowie der Druck der Gebärmutter auf die Blutgefäße des Beckens. Auch die peripheren Blutgefäße sind in dieser Zeit entspannt. Das hat eine verlangsamte Blutzirkulation zur Folge, die die Schwangere insbesondere in den Beinen spürt. Das ist deshalb problematisch, da dadurch Krampfadern, Besenreiser sowie Beinödeme entstehen können.
Auch hier schafft die Schwangerschaftsmassage Abhilfe: Während der Behandlung wird die werdende Mutter in einer speziellen Position gelagert: Die zusätzliche Lymphdrainage kann Ödemen vorbeugen oder bereits vorhandene reduzieren.
Des Weiteren verbessert eine Massage die Blut- und Lymphzirkulation. Dies hat folgende Vorteile:
- Verringerung von Wassereinlagerungen
- Vorbeugung von Krampfadern
- Behandlung vom Carpaltunnelsyndrom (schwangerschaftsbedingt)
Haut
In dieser besonderen Zeit erlangt der Östrogenspiegel der Frau seine größten Werte. Da das Hormon das Bindegewebe entspannt, steigt das Risiko für Risse im Gewebe. Die Schwangerschaftsmassage pflegt die Haut und beugt unter Umständen Hautrisse vor.
Atmung
Vor allem gegen Ende der Schwangerschaft hat die Lunge aufgrund der wachsenden Gebärmutter weniger Platz. Der Brustkorb dehnt sich zur Seite hin aus und kann zu Verspannungen der Zwischenrippen-Muskulatur führen. Außerdem wird das Baby mit fortschreitendem Alter immer mehr Platz im Bauch der werdenden Mutter einnehmen. Dies kann das Zwerchfell zusammendrücken und die Atmung etwas erschweren. Mithilfe der Massagetherapie wird die Blut- und Lymphzirkulation angeregt. Dadurch wird die Sauerstoffversorgung der Zellen und des Gewebes gefördert. Gezielte Massagegriffe zwischen den Rippen sorgen für zusätzliche Entlastung.
Wann sollte eine schwangere Frau auf eine Schwangerschaftsmassage verzichten?
Die Schwangerschaftsmassage bietet für werdende Mütter sowohl physische als auch psychische Vorteile. In manchen Fällen ist eine Schwangerschaftsmassage jedoch kontraindiziert. Hierzu zählen beispielsweise:
- Blutungen
- Frühwehen
- Entzündungen
- Pilzinfekte und andere Keime
- Thrombose mit Embolie-Gefahr
- Und bei allen, generell kontraindizierten Krankheitsbildern, bei denen auch auf eine normale Massage dringend verzichtet werden sollte, wie z.B. eine schwere Herzinsuffizienz, Tumore, Lymphangitis, Herzinfarkt, etc.
Es wird empfohlen, vor Behandlungsbeginn die Therapie mit deinem Gynäkologen zu besprechen.
Schwangerschaftsmassage in Zürich – Termin buchen
Ich begleite Sie gerne durch diese besondere Zeit. Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin in meiner Praxis an der Asylstrasse 77 in Zürich – ich freue mich auf Sie!
Fußreflexzonenmassage
Fußreflexzonenmassage in Zürich
Die Fußreflexzonenmassage (FRZM) ist ein Verfahren der Naturheilkunde, das auf der Annahme basiert, dass bestimmte Bereiche oder Punkte des Fußes über sogenannte „Reflexbahnen“ mit anderen, teils weit entfernten Bereichen des Körpers – vor allem mit inneren Organen – in Verbindung stehen. Hierbei stehen nicht nur die Symptome im Vordergrund: Die ganzheitliche Betrachtungsweise berücksichtigt auch den Hintergrund, auf dem die Beschwerden entstanden sind.
Wie wirkt die Fußreflexzonenmassage?
Durch gezielten Druck auf bestimmte Zonen des Fußes werden die entsprechenden Körperbereiche reflektorisch beeinflusst. Die FRZM arbeitet mit den Selbstheilungskräften des Körpers und erreicht damit auf natürliche Weise eine Umstimmung gestörter Lebensfunktionen. Sie wirkt entspannend, durchblutungsfördernd und harmonisierend auf das gesamte vegetative Nervensystem.
Ablauf der Behandlung
Nach einer kurzen Anamnese werden die einzelnen Reflexzonen mit gezielten Daumen- und Fingertechniken bearbeitet. Empfindliche oder veränderte Zonen geben Hinweise auf entsprechende Beschwerdebereiche im Körper.
Anwendungsgebiete
- Schmerzen in Wirbelsäule, Gelenken und Muskulatur
- Erkrankungen der Verdauungsorgane, Harnwege, Atmungsorgane und der Haut
- Kopfschmerzen, Migräne
- Als Begleitung bei Zahnsanierungen, bei Zahnschmerzen
- Allergien
- Mangel an Lebenskraft, Unruhezustände, Schlafstörungen
- Während der Schwangerschaft und nach der Geburt
- Zur Operationsvorbereitung und –nachsorge
- Als Wohlfühlbehandlung und zur Vorsorge und Pflege der Gesundheit
Manuelle Lymphdrainage
Manuelle Lymphdrainage in Zürich
Die manuelle Lymphdrainage ist eine sanfte, entstauende Technik, die durch rhythmische Griffe auf der Haut den Abfluss der Lymphflüssigkeit fördert. Anders als bei der klassischen Massage wird hier nicht in die Tiefe gearbeitet – im Gegenteil: Mit besonders leichtem Druck und kreisenden Bewegungen wird das oberflächliche Lymphsystem aktiviert.
Ablauf der Behandlung
Zuerst werden die zentralen Lymphknoten mit sanften Kreisen angeregt, um den Abfluss vorzubereiten. Anschließend arbeitet man sich entlang der Lymphgefäße ins betroffene Gebiet vor. Durch diese systematische Behandlung erreichen Sie ein kontinuierliches Abschwellen der betroffenen Region, eine spürbare Reduktion des Schmerzes und eine verbesserte Beweglichkeit.
Was ist nach der Behandlung wichtig?
Zur Erhaltung des Behandlungsresultates wird je nach Indikation eine Bandagierung oder eine Kompressionsbestrumpfung empfohlen. So bleibt das Behandlungsergebnis länger erhalten und das Lymphsystem wird zusätzlich unterstützt.
Wann sollte auf eine Lymphdrainage verzichtet werden?
Bei akuten Entzündungen, akuter Thrombose, schwerer Herzinsuffizienz oder bestimmten Krebserkrankungen ist eine Lymphdrainage nicht angezeigt.
Anwendungsgebiete:
- Ödeme nach Unfällen
- Lymphödeme verschiedener Ursachen
- Zerrungen und Verstauchungen
- Nachbehandlung operativer Eingriffe
- Chronisch venöse Insuffizienz
- Schleudertrauma
- Schwangerschaftsbedingte Wassereinlagerungen
Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD)
CMD Behandlung in Zürich
CMD ist eine verbreitete Funktionsstörung des Kausystems. Für einen beispielsweise aufgrund von Stress verspannten Kiefer ist neben Schmerzen unter anderem das Zähneknirschen bezeichnend.Eine gezielte Massage der Kaumuskulatur verspricht Erleichterung.
Anwendungsgebiete der CMD:
- Einschränkungen der Bewegung sowie Schmerzen in der Kopf- und Hals-Region
- verspannter Kiefer begleitet von Schmerzen beim Kauen
- Reibungen und Knacken im Kiefergelenk beim Sprechen und Kauen
- Fehlbiss
- Überbeweglichkeit der Kiefergelenke (Kiefersperre)
- Unvermögen, den Mund weit zu öffnen
- Zähneknirschen am Tag oder in der Nacht
- steife Kaumuskulatur vor allem am Morgen
- schmerzende Kiefergelenke infolge von Überlastung
Die Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD): von der Ursachenklärung bis zur Therapie
Wie die Bezeichnung bereits vorschlägt, beschreibt die CMD eine Fehlfunktion (Dysfunktion), die Schädel (Cranium) und Unterkiefer (Mandibula) umfasst. In der Praxis kann sie zu einer Beeinträchtigung der Zähne, Kaumuskulatur, Kiefergelenke sowie der neurophysiologischen Steuerung des Kausystems führen. Ebenfalls nachteilig wirkt sich das Krankheitsbild auf die Allgemeingesundheit der Betroffenen aus. In der Schweiz leiden schätzungsweise rund 15 Prozent der Erwachsenen unter einer therapiebedürftigen Störung der Kaufunktion.
Mögliche Ursachen und Auswirkungen der CMD auf den Körper
Auf den Punkt gebracht sind Verspannungen der Kau-, Kopf- und/oder Gesichtsmuskulatur für die Entstehung von Kaufunktionsstörungen verantwortlich. Als potentielle Auslöser gelten seelische Belastungen oder allgemeiner psychoemotionaler Stress, Okklusionsstörungen (Fehlstellungen der Zähne), ein schlecht angepasster Zahnersatz, darunter Implantate und Zahnprothesen sowie eine Zahnabrasion, sprich eine starke Abnutzung der Zähne. Häufig handelt es sich jedoch um ein Zusammenspiel aus mehreren Faktoren.
Die komplexe Symptomatik ist auf den grossen Einfluss der Kaumuskulatur auf den restlichen Körper zurückzuführen. Kommt es hier zu Verspannungen, so lassen Schmerzen in Kiefergelenken, Zähnen, Kopf, Nacken, Gesicht sowie im gesamten Stütz- und Bewegungsapparat nicht lange auf sich warten. Ein wichtiger Hinweis: Zähneknirschen gilt zugleich als Symptom und Risikofaktor einer CMD.
Eine gestörte Kaufunktion und ihre Folgen
Kommt es zu einer Beeinträchtigung der Kaufunktion, so reagieren die beteiligten Muskeln bei dem Versuch, diese auszugleichen, mit Verspannung bzw. Hyperaktivität. Konkret äussert sich dies auf der Seite der Störung durch ein Auseinanderziehen, auf der gegenüberliegenden Seite durch eine „Quetschung“ des Kiefergelenkes – was häufig Ohrgeräusche auslöst.
Weitere mögliche Begleiterscheinungen einer CMD:
- Schluckbeschwerden
- Schwindelgefühl
- Stimmstörungen
- Druckgefühl hinter den Augen
- Tinnitus und Ohrenschmerzen
- Emotionaler Stress
- Verspannungen und Schmerzen in Nacken, Schultern und Rücken
Craniomandibuläre Dysfunktion: Wissenswertes zur Diagnose
Betroffene sollten sich umgehend an ihren Arzt wenden, um eine Verschlimmerung zu verhindern. Ein Zahnarzt wird auf eine klinische, instrumentelle und manuelle Funktionsanalyse zurückgreifen. Bei Verdacht auf eine Blockade des Kiefergelenks liefert ein MRT weiteren Aufschluss. Da CMD häufig durch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren entsteht, ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit entscheidend – zwischen Zahnarzt, medizinischem Masseur, Physiotherapeut, Orthopäde und ggf. Psychologe oder HNO-Arzt.
Behandlungsmöglichkeiten einer CMD
Je nach Ursache kommen verschiedene Massnahmen infrage. Der Zahnarzt wird in der Regel eine individuell angepasste Aufbissschiene einsetzen, um neuromuskuläre Verspannungen zu lösen. Begleitend dazu wirkt die medizinische Massage gezielt auf die Kaumuskulatur ein und lindert die übergreifenden Schmerzen im Körper. Folgende Techniken kommen dabei zum Einsatz:
- Knetmassage mit kreisenden Bewegungen an Kaumuskeln und Kiefergelenk
- Reibungsmassage mit sanftem Druck auf den Unterkiefermuskel (M. masseter)
- Dehnungs-Kiefergelenkmassage zur Entlastung des Gelenks
Ein möglichst rasches Eingreifen ist wichtig, da eine unbehandelte CMD zu bleibenden Schäden an den Kiefergelenken führen kann.
Selbsthilfemassnahmen bei CMD
Eine genaue Selbstbeobachtung hilft, Auslöser zu identifizieren: Wann verspannt sich der Kiefer besonders? Wann tritt Zähneknirschen auf? Gezielte Entspannungsübungen, progressive Muskelentspannung und Stressreduktion im Alltag unterstützen die Therapie wirksam.
CMD Behandlung in Zürich – Termin buchen
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