Massage ist nicht gleich Massage! Was für Massagearten gibt es?

Massage ist nicht gleich Massage! Was für Massagearten gibt es?

Die Massage ist nicht nur eine der ältesten Heilkünste der Welt. Die bereits seit etwa 3000 v.Chr. bekannte Heilmethode kommt auch in praktisch jeder Kultur vor und hat somit zahlreiche unterschiedliche Ausdrucksformen. Allen gemeinsam ist, dass sie Verspannungen lösen und damit oftmals gegen Rückenschmerzen eingesetzt werden. In den folgenden Zeilen stellen wir einige Massagen vor, die besonders gerne eingesetzt werden.

Als Massage verstehen wir hier das Reiben oder Bearbeiten von Haut, Sehnen, Muskulatur und Bändern mit Händen, Fingern, Unterarmen, Ellbogen oder gar den Füssen. Das bedeutet, dass sie von ausgebildeten Therapeuten durchgeführt werden muss – ansonsten ist die Verletzungsgefahr gross! Ein Experte kann jedoch mit dem richtigen Druck, einer geeigneten Technik und seiner Expertise bei Verspannungen zur Linderung führen, Stress, Depressionen und Ängste verringern und zu mehr Wohlbefinden führen. Sogar die Funktion der Organe kann so angeregt werden!

Besonders bekannt unter den Massagetechniken sind die:

1. Schwedische Massage

Die klassische Massage wird auch als schwedische Massage bezeichnet, da sie vom schwedischen Professor Pehr Henrik Ling in seinem 1813 gegründeten Zentralinstitut für Heilgymnastik und Massage entwickelt wurde. Damals wurde die Massage nur von ausgebildeten Ärzten ausgeführt. Heute jedoch gibt es das Berufsbild des Masseurs, und auch Physiotherapeuten wenden Massagen bei Rücken- und Muskelproblemen täglich an.

Die schwedische Massage wird bei Muskelverhärtungen, Verspannungen, Durchblutungsstörungen, rheumatischen Beschwerden, Arthrosen, Verdauungsstörung oder zur Schmerzlingerung, zur Entspannung und zum Stressabbau verwendet. Dabei werden Streichen in langen Streich- und Kreiselbewegungen, Kneten, Reiben, Klopfen und Erschütterungen eingesetzt, um die gewünschten Resultate zu erreichen. Unter Erschütterungen versteht man hierbei die rhythmische Erschütterung des Körpers zum Entfernen von Ablagerungen.

Insgesamt kann gesagt werden, dass die schwedische Massage zu den sanften Formen der Massage gehört.

2. Sport-Massage

Die Sport-Massage wurde von der schwedischen Massage abgeleitet und wird vor allem im Bereich des Sports zur Prävention von Verletzungen sowie zur Heilung eingesetzt. Auf Grund des Ursprungs ist es nicht weiter verwunderlich, dass die verwendeten Techniken jenen der schwedischen Massage sehr ähnlich sind. Sie ist aber natürlich noch stärker auf ganz spezifische Muskelgruppen und Bänder abgestimmt. Insbesondere werden durch Sport-Massagen die Bänder gelockert und die Flexibilität erhöht, wodurch die Verletzungsgefahr verringert wird.

3. Tuina-Massage

Die Tuina-Massage wird auch Tuina Anmo genannt und ist die traditionell chinesische Massageart, die auch eine der fünf Hauptsäulen der chinesichen Medizin darstellt. Dabei steht „tui“ für schieben, „na“ für drücken, „an“ für greifen und „mo“ für reiben. Damit vereint diese Massageart also Elemente der klassischen Massage mit Elementen der Akupressur, und es werden auch gezielt Ziehtechniken zur Dehnung von Bändern, Muskeln und Gelenken eingesetzt. Die Tuina Anmo Massage wird also unter Ganzkörpereinsatz des Therapeuten ausgeführt. Hier wird üblicherweise auch Massageöl eingesetzt! Diese Massageart ist besonders wirksam zur Behandlung von Schmerzen und Dysfunktionen des Stütz- und Bewegungsapparates. Besonders durch die Akupressur hat diese Massageform zudem auch einen Einfluss auf die inneren Organe und kann zur Prävention von Erkrankungen eingesetzt werden.

4. Shiatsu-Massage

In den letzten Jahren ist besonders die Shiatsu-Massage als Behandlungsart in der Schweiz aufgekommen. Diese Massageart wurde ursprünglich in Japan aus Formen der Tuina-Massage entwickelt. Folglich sind die eingesetzten Griffe und Formen auch sehr ähnlich. In Europa wird Shiatsu besonders als Entspannungsmethode eingesetzt. Doch auch zu therapeutischen Zwecken kann diese Behandlungsform, bei der der Therapeut aus seiner Körpermitte arbeitet und durch Druck, Dehnungen und Drehungen das parasympatische System des Klienten aktiviert, zur Behandlung von vegetativen Störungen, zur Traumaverarbeitung, Krisenbewältigung, psychosomatischen Störungen sowie eine ganze Reihe weiterer Leiden eingesetzt werden.

5. Tiefengewebemassage

Wie die Sport-Massage basiert auch die Tiefengewebemassage auf der schwedischen Massage. Allerdings sind die angewendeten Techniken langsamm und kraftvoll, um damit die tiefen Schichten von Muskulatur und Bindegewebe zu erreichen. Folglich wird diese Massageform oftmals zur Heilung von Verletzungen eingesetzt. Insbesondere hilft sie beim Reduzieren von Entzündungen und beim Auflösen von Narbengewebe. Damit werden chronische Schmerzen verhindert und zudem tiefe Knoten in Bindegewebe und Muskeln aufgelöst. Ein weiterer Vorteil der Tiefengewebemassage ist der Abbau von Giftstoffen im Körper.

6. Ayurveda-Massage

Bei der Ayurveda-Massage wird der Patient mit auf ihn und seine jeweiligen Leiden abgestimmten Ölen massiert. Es handelt sich hierbei um die traditionelle indische Heilkunst, die auch heute noch in Indien, Sri Lanka und Nepal gelehrt wird. Allerdings ist die Massage lediglich ein Bestandteil der Therapie: ein noch grösserer Stellenwert wird nach Ermittlung des Leidens durch eine Anpassung der Diät auf die Behebung der Ursachen gelegt.

Haben Sie noch weitere Fragen, wünschen sich eine Beratung bei Memazu oder möchten einen Termin für Ihre nächste Massage vereinbaren? Dann zögern Sie nicht länger und kontaktieren uns noch heute per Email oder Telefon. Wir sind jederzeit gerne für Sie da und freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

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