Wann sollte man eigentlich zur Lymphdrainage?

Wann sollte man eigentlich zur Lymphdrainage?

Wassereinlagerungen in Armen und Beinen sind nie lustig. Sie werden auch Ödeme genannt und entstehen durch eine Veränderung im Blutdurchfluss durch die Kapillaren. Als Ursachen werden grundsätzlich ein erhöhter Druck in den Blutgefässen, eine grössere Durchlässigkeit von Zellwänden bei Allergien und Entzündungen, Eiweissmangel oder Störungen des Lymphabflusses gesehen. Zudem können sie den ganzen Körper betreffen oder nur vereinzelt in einer Region des Körpers oder gar an Organen auftreten. Allen Ödemen gemeinsam ist üblicherweise ein Ungleichgewicht im Wasserhaushalt. Eine Lymphdrainage kann in solchen Fällen helfen, die Lymphflüssigkeit zurück in den Blutkreislauf abzutransportieren. Die Ausnahme sind hier akute Thrombosen, Herzschwäche oder Infektionen, bei welchen von einer Lymphdrainage abgesehen werden sollte.

Das Lymphsystem ist ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems und transportiert zudem Vitamine und Nährstoffe in die Zellen sowie Gift- und Abfallstoffe zurück ins Blut. Auch Krankheitserreger und sonstige Fremdkörper werden so aus den Zellen entfernt. Die Lymphe sind für unseren Körper also von äusserster Wichtigkeit. Doch durch Operationen, Eiweissmangel und andere Krankheiten kann es zu Ungleichgewichten und damit zur Bildung von Ödemen kommen. Diese kündigen sich oftmals anfangs durch Druck- und Spannungsgefühle oder gar Schmerzen an. Möglich ist auch das Auftreten eines leichten Kribbelns, von Schwellungen, einer schnelleren Ermüdbarkeit des betroffenen Körperteils, von Hautverfärbungen sowie von verbreiterten Hautfalten und – furchen. Unterscheiden tut man zwischen vier Stadien: dem Latenzstadium (Stadium 0), einer reversiblen Schwellung (Stadium 1), einer irreversiblen Schwellung (Stadium 2) sowie der bekannten Elephantiasis (Stadium 3), bei welcher der betroffene Körperteil üblicherweise stark vergrössert und die Haut verfärbt ist.

Eine Lymphdrainage wird in allen Fällen immer mit anderen Therapieformen und allenfalls Medikamenten kombiniert, um das bestmögliche Resultat zu erzielen.

Wie geht der Therapeut bei der Lymphdrainage vor?

Eine Lymphdrainage ist gewissermassen eine manuelle Massage, bei der mit Streich- und Kreisbewegungen sowie mit gezielten Handgriffen und Kneten die gestaute Flüssigkeit aus dem Gewebe gelöst und in den Kreislauf zurück geführt wird. Diese rhythmischen, kreisenden und pumpenden Bewegungen regen den Lymphabfluss an. Im Gegensatz zur normalen Massage ist eine Lymphdrainage allerdings sehr sanft. Sie muss regelmässig durchgeführt werden, um zum Beispiel nach einer Operation den Lymphabfluss wieder anzuregen und hilft auch bei Sportverletzungen oder Venenschwäche.

Je nach Krankheitsbild muss die Lymphdrainage mit Krankengymnastik oder Kompressionstherapie kombiniert werden. Die Prognose hängt aber von der Ursache und dem Grad der Ausprägung ab. In manchen Fällen können Therapie und Lymphdrainage die Symptome lediglich lindern. Es ist also absolut wichtig, bei entsprechenden Schwellungen von Armen oder Beinen den Arzt zu konsultieren und die Ursachen abzuklären. Insbesondere zu verhindern ist nämlich auch die Möglichkeit einer Thrombose, bei welcher eine Lymphdrainage lebensgefährlich sein kann. Diese könnte nämlich das Gerinsel lösen, welches dann weiter transportiert werden kann und in der Lunge eine ausgedehnte Lungenembolie auslöst sowie zu Herzversagen führt. In solchen Fällen muss ein Blutverdünnungsmittel eingenommen werden, um das Gerinsel aufzulösen!

Auch bei akuten Infekten sollte von einer Lymphdrainage abgesehen werden, da diese die Krankheitserreger noch mehr verteilen würde.

Eine traditionelle Lymphdrainage-Sitzung dauert üblicherweise zwischen 20 und 60 Minuten. Die folgenden Griffe werden dabei angewendet, um durch sanften Druck und Bewegungen die Stauung zu lösen und den Lymphabfluss anzuregen:

Schöpfgriff: Die Daumen werden flach aufgelegt, während die Fingerkuppen der anderen Finger die Haut berühren. Nun wird gegen die Lymphbahnen gekreist.

Drehgriff: Die Daumen werden flach aufgelegt, während die Fingerkuppen der anderen Finger die Haut berühren. Nun wird im Verlauf der Lymphbahnen gekreist.

Kreisbewegungen: Die Hände werden im Bereich der Lymphknoten flach aufgelegt. Der Therapeut macht dann mit den Handflächen sanfte Kreise in der Abflussrichtung. Dabei wird nur wenig Druck ausgeübt.

Scheibenwischergriff: Die Hände werden flach nebeneinander aufgelegt und dann wie ein Scheibenwischer auseinander und zusammen bewegt.

Hautfaltgriff: Hier wird mit einer Hand eine Hautfalte angehebt. Mit dem Daumen der anderen Hand wird nun dagegen und dann nach unten in die Tiefe gepresst.

Ultrafiltrat-Verdrängungsgriff: Die Finger werden fest zusammengepresst und die flache Hand auf das Ödem gelegt. Nun wird über mehrere Sekunden zunehmend Druck in die Tiefe ausgeübt, um der Flüssigkeit zu helfen, über den Blutkreislauf abzufliessen.

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